Baufinanzierung Kosten und Kostenarten

Kredit und DarlehenBaufinanzierung – Sie lernen hier mehr zum Thema Baufinanzierung und den Kosten beziehungsweise Kostenarten. So zu den Kosten für Zinsen, den Bauantrag, den Hausbau, die Versicherungen und den Notar. Weiterhin erfahren Sie mehr zu den entstehenden Kosten für die Grunderwerbssteuer oder die Erschließung und Vermessung des Grundstücks. Ebenfalls zu den Bearbeitungsgebühren für die Finanzierung sowie den Maklerkosten. Darüber hinaus sollten Sie die Kosten für den eigentlichen Kauf der Immobilie nicht vergessen.

Die Baufinanzierung und die Kosten, Kostenarten, Zinskosten, Baukosten sowie Versicherungen

Baufinanzierung Kosten, Kostenarten für Zinsen, Bauantrag, Hausbau, Versicherungen, Notar, Grunderwerbssteuer, Erschließung,Vermessung, Bearbeitungsgebühren, Maklerkosten, Kauf einer Immobilie.
Baufinanzierung Kosten, Kostenarten für Zinsen, Bauantrag, Hausbau, Versicherungen, Notar, Grunderwerbssteuer, Erschließung,Vermessung, Bearbeitungsgebühren, Maklerkosten sowie Kauf einer Immobilie.

Auf der Kosten- beziehungsweise Ausgabenseite ist die Baufinanzierung gleichbedeutend mit der Erfassung sämtlich anfallender Kostenarten. Der Begriff Finanzierung bezieht sich einerseits auf denjenigen Anteil der gesamten Bau- oder Kaufsumme, der nicht durch die Eigenfinanzierung mit Eigenkapital zuzüglich Eigenleistung gedeckt ist. Andererseits wird aber auch die Bausumme beziehungsweise Kaufsumme als Baufinanzierung definiert.

Die Zinskosten enstehen mit der Baufinanzierung

Das Kreditinstitut stellt dem Bauherrn einen Immobilienkredit im meistens sechsstelligen Bereich zur Verfügung. Der monatliche Schuldendienst mit Zinsen sowie Tilgung ist auf Jahre und Jahrzehnte hinaus eine laufende Ausgabe.

Mehr zum Thema Baufinanzierung und Zinsen erfahren! Weiterhin finden Sie in diesem Beitrag mehr Informationen zum Annuitätendarlehen: Annuität berechnen, Formel, Excel, Annuitätendarlehen.

Welche weitere Kostenarten werden bei der Baufinanzierung unterschieden?

Alle anderen Kostenarten sind einmaliger Natur, auch diejenigen der Baufinanzierung beziehungsweise Immobilienfinanzierung. Zu denen gehören je nach Finanzierung:

  • die Bearbeitungsgebühren,
  • das Disagio
  • sowie Zinsen für eine gegenüber dem Darlehensvertrag vorgezogene oder verspätete Auszahlung von Teilbeträgen.

Der Darlehensgeber „verpackt“ diese Finanzierungskosten so, dass sie meistens in die Zahlung eingerechnet und insofern nicht einmal fällig werden. So wird kaum deutlich, dass die Bank für ihre Fremdfinanzierung auch einmalige Kosten berechnet. Entweder reduziert sich dadurch die Höhe des Darlehens für die anschließende Baufinanzierung, oder es erhöht sich die Zahlung für Zinsen und Tilgung.

Die Kosten für den Kauf von Grundstück

Der Bauherr wird Eigentümer der Liegenschaft mit dem Grundstück. Entweder wird es anschließend bebaut, oder er kauft es mitsamt der schon vorhandenen Immobilie. Hier wie da werden zusätzlich zu dem Kaufpreis auf jeden Fall weitere Kosten fällig.

Für was enstehen Maklerkosten?

Zu ihnen gehören diejenigen für den Makler des bebauten sowie unbebauten Grundstücks. Der Rechnungsbetrag setzt sich aus prozentualer Courtage zuzüglich der Mehrwertsteuer von 19 % zusammen. Dazu dient die Kaufsumme als Berechnungsgrundlage. Weiterhin beträgt die Maklerprovision zwischen 4 und 7 Prozent netto. Je nach Vereinbarung teilen sich Käufer sowie Verkäufer die Maklerprovision.

Die Notarkosten für die notarielle Beurkundung

Der Kaufvertrag muss notariell abgeschlossen sowie beurkundet werden. Diese Dienstleistung wird nach der Gebührenordnung berechnet. Der Notar veranlasst die Eintragung des Eigentums im Grundbuch, dafür berechnet das Grundbuchamt Bearbeitungsgebühren. Berechnungsgrundlage ist ebenfalls die Kaufsumme. Die Notarkosten betragen zwischen 1 und 2 Prozent netto. Diese Kosten trägt normalerweise der Käufer des Grundstücks beziehungsweise der Immobilie.

Die Grunderwerbssteuer berechnet sich anhand der Kaufsumme

Für jeden Grundstückskauf wird Grunderwerbssteuer fällig, welche üblicherweise vom Immobilienkäufer übernommen sowie gezahlt beziehungsweise finanziert wird. Grundlage dafür ist der Bescheid über die Grunderwerbssteuer des örtlichen Finanzamtes.

Berechnungsgrundlage ist ebenfalls die Kaufsumme. Die Grunderwerbssteuer beträgt zwischen 3,5 und 6,5 Prozent je nach Bundesland ist dies unterschiedlich ausgestaltet. Diese Kosten trägt der Käufer des Grundstücks beziehungsweise der Immobilie.

Sie finden hier die Bundesländer sowie die Prozentsätze der Grunderwerbssteuer in Deutschland 2019. Sie finden in nachfolgender Tabelle die aktuellen Prozentsätze der Grunderwerbssteuer für das Jahr 2019 nach Bundesland aufgelistet.

BundeslandSteuersatz in %
Baden Württemberg5,00%
Bayern3,50%
Berlin6,00%
Brandenburg6,50%
Bremen5,00%
Hamburg4,50%
Hessen6,00%
Mecklenburg-Vorpommern6,00%
Niedersachsen5,00%
Nordrhein-Westfalen6,50%
Rheinland-Pfalz5,00%
Saarland6,50%
Sachsen3,50%
Sachsen-Anhalt5,00%
Schleswig-Holstein6,50%
Thüringen6,50%

Welche Bauantragskosten enstehen bei der Baufinanzierung?

Der Hausbau beginnt mit dem Bauantrag bei der örtlich zuständigen Behörde wie Gemeinde beziehungsweise Landkreis. Kosten und Gebühren werden in diesem Stadium für:

  • die Baugenehmigung,
  • für Grundstücksvermessung
  • sowie für die eigentliche Erschließung fällig.
Was ist ein voll erschlossenes Grundstück?

Diese Kostenarten sind abhängig von dem einzelnen Bauobjekt oftmals schon in der Kaufsumme für die Liegenschaft enthalten. Dann handelt es sich um ein voll erschlossenes Grundstück.

Welche Baukosten können entstehen?

Die eigentlichen Baukosten sind diejenigen für Materialien sowie für Mannstunden aller am Hausbau beteiligten Gewerke. Das beginnt mit den Erdarbeiten und geht weiter über das Mauern mit der Erstellung des Rohbaus nebst Dachstuhl. Weiterhin über den Innenausbau mit Heizung und Sanitär. Auch die Elektrotechnik und die Ausstattung mit Fenstern und Türen gehören dazu. Der Bodenbelag sowie das Tapezieren und Anstreichen von Decken und Wänden bilden oftmals die letzten Kosten.

Bildlich gesprochen beginnen die Baukosten mit dem ersten Spatenstich und enden mit der bezugsfertigen Schlüsselübergabe. Mehr zu den Baukosten einer Immobilie erhalten Sie in folgendem Beitrag von bauen.de.

Welche Versicherungskosten gibt es bei der Baufinanzierung?

Der Hausbau muss versicher und die Baufinanzierung selbst muss finanziell abgesichert sein. Dafür entstehen unterschiedliche Versicherungskosten. Zu den unabdingbaren Versicherungen gehören die:

Ob mit Generalunternehmer, mit Bauträger oder ob in Eigenregie. Der Bauherr sollte auf diese Versicherungen auf keinen Fall verzichten. Umgekehrt gehören die damit verbundenen einmaligen sowie laufenden Kosten zwingend zur Baufinanzierung. Die anteilige Fremdfinanzierung an der Baufinanzierung, sprich das Baudarlehen wird im Grundbuch besichert. Ergänzend dazu haben Darlehensgeber und Bauherr ein jeweils eigenes Interesse daran, die Rückzahlung der Finanzierung abzusichern.

Die Kreditabsicherung verursacht Kosten durch die Restschuldversicherung oder eine Risikolebensversicherung

Dazu wird eine Versicherung für die Restschuld oder eine Lebensversicherung für das Risiko abgeschlossen. Die Höhe der Versicherung korrespondiert mit dem Immobiliendarlehen. In diesem Beitrag lesen Sie weiterhin mehr zur Kreditabsicherung.

Die Vorteile der Absicherung von Krediten oder Finanzierungen

Beim Ableben des Bauherrn wird der aktuelle Finanzierungssaldo abgelöst, somit entsteht dem Kreditinstitut kein finanzieller Verlust. Die Familienangehörigen des Bauherrn als Hauptverdiener sowie Versicherungsnehmer sind sofort schuldenfrei. Sie können auch weiterhin in der dann finanziell unbelasteten Immobilie wohnen bleiben.

Die Baufinanzierung und die Kosten Video

In diesem Video erfahren Sie mehr zu den Kosten einer Baufinanzierung. Erhalten eine einfache Möglichkeit der Einschätzung, ob Sie sich überhaupt ein Hausbau leisten können.

Fazit zur Baufinanzierung und den unterschiedlichen Kosten

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass unter dem Sammelbegriff Baufinanzierung sowohl einmalige als auch laufende Kostenarten und Ausgaben zu subsumieren sind. Sie werden einmalig aus dem Immobiliendarlehen des Kreditinstitutes sowie anschließend laufend aus dem regelmäßigen Einkommen des Bauherrn bezahlt.

Weiterführende Informationen

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Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit beziehungsweise eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.