Gründungsdarlehen, Förderkredit für die Existenzgründung, Start-Up

Sie lernen hier mehr zum Thema Gründungsdarlehen bzw. zum Förderkredit, welcher für die Existenzgründung oder Investitionen für Start-Ups benötigt wird. Weiterhin stellen wir Ihnen die Förderprogramme vor.

Das Gründungsdarlehen oder der Förderkredit für Investitionen, Förderprogramme sowie Existenzgründung

Für was braucht man ein Gründungsdarlehen oder Förderkredit?

Für seine Gründung benötigt ein Unternehmer hohes Startkapital. Das ist zum einen für die Investitionen benötigtes Geld und zum anderen Geld zur Deckung der laufenden Ausgaben. Wie lange die Startphase mit dem Geldbedarf andauert, ist im Einzelfall nicht absehbar. Je nachdem, um welches Unternehmen es sich handelt, ergibt sich durchaus ein Geldbedarf im fünfstelligen Bereich. Sofern das Ersparte nicht ausreicht, muss der verbleibende Restbetrag als ungedeckter Bedarf finanziert, in dem Sinne fremdfinanziert werden.

Die Existenzgründung und die Vergabe beim Gründungsdarlehen

Der Staat als die öffentliche Hand mit Bund, Ländern und Gemeinden ist an neuen Gründungen interessiert. Sie stärken das Wachstum der Wirtschaft und schaffen auf Sicht gesehen mehr Arbeitsplätze.

Die Vergabe von Krediten über die Bank und Sparkasse

Die Kreditinstitute wie Banken und Sparkassen sind mit der Kreditvergabe an Gründer und an junge Unternehmen sehr zurückhaltend, um nicht zu sagen äußerst restriktiv. Ein Grund dafür ist der mangelnde Nachweis der Bonität. Gründer haben in dieser Phase keine Zahlen, Daten und Fakten zu ihrem Unternehmen. Das ist nicht möglich, weil erst nach ein bis zwei Jahren erste Bilanzen, das Jahresergebnis, die Steuererklärung und der Steuerbescheid vorliegen. Doch das sind diejenigen Unterlagen, die von den Banken für deren Bewertung erwartet werden. Liegen sie nicht vor, wird das Ausfallrisiko vom Kredit mangels Bonität als zu hoch eingestuft mit der Folge, dass der Gründer weder Kredit noch Darlehen erwarten kann.

Was sind Förderkredite und Gründungsdarlehen?

In dieser Situation sind spezielle Gründungsdarlehen und Förderkredite die richtige, oftmals auch einzige Hilfe.

Die Definition von Gründungsdarlehen und Förderkrediten

Definition: Unter dem Begriff Gründungsdarlehen oder Förderkredit subsumiert man Finanzierungen, die von Bund und Ländern bereitgestellt sowie über eigene Förderbanken bewilligt sind.

Wie läuft die Kreditabwicklung?

Die Abwicklung vom Kredit beim Gründungsdarlehen selbst erfolgt in aller Regel über die örtliche Bank des Unternehmers. Diese sind meist Banken oder Sparkassen am Ort, also weder eine Direktbank noch eine Online-Bank. Der Existenzgründer ist meistens schon ein langjähriger privater Bankkunde. Jetzt eröffnet er bei seiner Hausbank ein neues, zusätzliches Geschäftskonto und prüft in diesem Zusammenhang gemeinsam mit dem Berater die Voraussetzungen zur Gewährung eines Darlehens oder eines Förderkredits.

Was ist mit dem Risiko für den Ausfall vom Kredit?

Die örtliche Hausbank übernimmt die Abwicklung von Förderkrediten. Der Geldgeber hingegen, also der Bund oder das jeweilige Bundesland, trägt das Risiko. Als indirekter Kreditgeber versichert der Bund bzw. das Land den Kredit. Abgesehen von der Prämie für die Versicherung hat der originäre Geldgeber keine weiteren Ausgaben, sein Risiko ist somit gleich null oder sehr gering.

Welche Programme zur Förderung für Kredite gibt es?

Zu den gängigen Förderprogrammen gehören:

Wer ist die KfW?

Mit diesen Mitteln wurde die KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau gegründet. In ihrer heutigen Form verwaltet sie ein ERP-Sondervermögen in Milliardenhöhe und vergibt daraus auch Gründungsdarlehen für Existenzgründer. Diese Kredite sind durch sehr niedrige Zinssätze sowie durch Tilgungsstreckungen bzw. durch mehrjährige tilgungsfreie Laufzeiten überaus günstig. Sie versorgen den Gründer mit dem dringend benötigten Kapital. Auch in diesen Situationen wird die Bonität des Gründers geprüft. Sie wird jedoch anders, also nicht nach Zahlen und Nachweisen bewertet, sondern vielmehr anhand von Business- und Budgetplan.

Die langfristigen Förderungen sind in der Gründungsphase finanziell eine eher geringe Belastung. Das ist auch so gewollt, um Überschüsse zur Stärkung des Eigenkapitals sowie für notwendige Investitionen nutzen zu können. Dadurch verbessert sich dauerhaft die Bonität, was den Selbstständigen mittel- und langfristig auch auf dem freien Markt kreditwürdig macht.

Fazit

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass in dieser Phase der Existenzgründung die Hausbank der erste und richtige Ansprechpartner ist. Mit dem dortigen Berater kann man gemeinsam eruieren, welche Finanzierungen möglich sind. Das tut die Hausbank gerne in der Gewissheit, dass sie damit einen Kunden hat, dessen Bonität für einen Kredit zukünftig ausreichend gut ist.

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