Kündigungsschreiben Girokonto kündigen Vorlage, Muster, Beispiel

Das Kündigungsschreiben für das Girokonto zu kündigen, Vorlage, Muster sowie Kriterien

Hier erfahren Sie mehr zum Kündigungsschreiben für das Girokonto und auf was Sie besonders achten sollten beim Kündigen des Kontos. Darüber hinaus können Sie sich eine Vorlage für die Kündigung downloaden, welche zum Ausdrucken geeignet ist. Der Kündigungsvorgang gliedert sich in die Kündigung selbst sowie in die Kündigungsannahme durch das Kreditinstitut. Das ist im praktischen Alltag meistens ein und dasselbe.

Das Kündigungsschreiben für das Girokonto zu kündigen, Vorlage, Muster sowie Kriterien

Die Kriterien für das Kündigungsschreiben zum Girokonto kündigen

Eine Kontokündigung ist jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist möglich, sofern der Girokontovertrag sowie die AGB, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kreditinstitutes keine andere Regelung vorsehen.

Die schriftliche Kündigung beim Girokonto ist vorgeschrieben

Formgerecht bedeutet dies, dass die Kündigung auf jeden Fall schriftlich erfolgen muss. Derjenige, der den Kontovertrag unterzeichnet hat, kann beziehungsweise muss ihn auch kündigen. Sofern der Girokontovertrag nichts Näheres bestimmt, ist ein Kündigungsschreiben als „formloser Dreizeiler“ ausreichend.

Darin muss die Kontonummer aufgeführt sein. Weiterhin der Wortlaut, dass das Girokonto mit sofortiger Wirkung oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt wird. Sie sollten die Bank oder Sparkasse darum bitten, den Eingang des Kündigungsschreibens zu bestätigen und der Kündigung zum genannten Zeitpunkt zuzustimmen.

Da das Kündigungsschreiben handschriftlich unterschrieben sein muss, kann mann es wahlweise als Brief oder als Telefax abschicken, nicht jedoch als E-Mail. Derartige Formalitäten sind meistens in den AGB des Kreditinstitutes näher geregelt.

Vor dem Kündigen das Girokonto ausgleichen

Damit die Kündigung des Girokontos möglich und wirksam ist, muss es so zurückgegeben sein, wie man es übernommen hat, also mit einem ausgeglichenen Saldo. Sofern das Girokonto einen Guthabensaldo ausweist, soll der vom Kreditinstitut auf das neue, zukünftige Girokonto überwiesen werden.

Diese Bankverbindung muss dann aus dem Kündigungsschreiben ersichtlich sein. Umgekehrt, wenn das Girokonto überzogen und mit einem Dispokredit im Minus geführt ist, muss der Saldo bis zum vorgesehenen Kündigungstermin ausgeglichen sein.

Der Kontoinhaber sollte das in seinem Kündigungsschreiben erklären und auch tatsächlich tun. Anderenfalls kann der Kontoinhaber nicht davon ausgehen, dass die Kündigung zum vorgesehenen Termin von der Sparkasse oder Bank Akzeptanz findet.

Der Zugang zum Girokonto wird gesperrt

Der Kontoinhaber muss davon ausgehen, dass der Kontozugang mit Wirksamkeit der Kündigung gesperrt wird. Onlinebanking sowie die Benutzung der Girokarte sind ab dann nicht mehr möglich, ebenso wenig wie Gut- und Lastschriftbuchungen.

Was ist mit der Übergangszeit?

Der Kontoinhaber braucht jedoch auch zukünftig ein Girokonto, welches bei einem anderen Kreditinstitut geführt wird. Empfehlenswert ist es, für eine Übergangszeit von einem Vierteljahr beide Girokonten gleichzeitig, also parallel zu führen.

Das zukünftige kontoführende Kreditinstitut ist seinem Neukunden bei der „Kontoumstellung“ behilflich. Ob das reibungslos klappt, ist auch von dem Kündigungsanlass abhängig. Die Kündigung selbst muss vom Kontoinhaber nicht begründet sein.

Wenn die Kontokündigung wegen eines Wohnsitzwechsels erfolgt, dann bietet das Kreditinstitut im Rahmen des „Umzugsservice“ seine Mithilfe an. Ganz anders bis hin zu unerfreulich ist die Situation, wenn beide „im Bösen auseinandergehen“.

Haben Sie alle Daueraufträge und Lastschriften umgestellt?

Der Kontoinhaber muss in diesen Wochen der Kontokündigung alle Buchungen auf das neue, zukünftige Girokonto umleiten. Zahlungspflichtige wie Arbeitgeber, Rentenversicherungsträger, Kindergeldkasse oder das Jobcenter sind frühzeitig über die neue Bankverbindung zu informieren. Sie benötigen oftmals aus organisatorischen Gründen eine „Vorlaufzeit“ von drei bis vier Wochen.

Eigene Zahlungsaufträge wie Lastschrift und Dauerauftrag müssen termingerecht gelöscht und neu eingerichtet werden. Anschließend gibt es eine Überwachung des Kontos über ein, zwei Monate, um herauszubekommen, dass alles seine Richtigkeit hat.

Auf sporadische Zahlungen, die vierteljährlich, halbjährlich oder einmal jährlich fällig werden wie die Kfz-Steuer, muss ganz besonders geachtet werden. Der Kontoinhaber ist gut beraten, sein bisheriges Girokonto über den Zeitraum von einem Jahr rückwirkend zu durchforsten.

Was ist der Kontrahierungs- oder Annahmezwang?

Heutzutage ist eine Kontokündigung insofern völlig risikolos, als die Banken und Sparkassen rechtlich dazu verpflichtet sind, jedem Bürger ein Girokonto anzubieten. Aufgrund des Kontrahierungs- beziehungsweise des Annahmezwanges können sie keinen Antrag auf die Eröffnung eines Girokontos ablehnen.

Diese Pflicht bezieht sich auf das Guthabenkonto, also ohne einen Dispo-Kredit. Die Kreditinstitute sind jedoch frei in ihrer Entscheidung, welche Bankdienstleistungen sie zu welchen Kosten anbieten. Jeder Bürger kann zu jeder Zeit ein Girokonto führen.

Letztendlich liegt es an seinem Geschick, die Übergangszeit der Kontokündigung mit altem und neuem Girokonto möglichst geschickt und ausreichend lang andauernd zu gestalten.

Sie finden hier die Vorlage für das Kündigungsschreiben vom Girokonto

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Hier können Sie sich eine Kündigungsschreiben Vorlage beziehungsweise ein Muster für das Girokonto kostenlos downloaden, welches zum Ausdrucken geeignet ist.

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Weiterführende Informationen

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